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Fabian Poensgen, Abgeordnete Lehrkraft

Universität zu Köln
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Chemiedidaktik
Herbert-Lewin-Straße 2
D-50931 Köln

Raum 0.09
Telefon: +49 221 470-2353
Fax: +49 221 470-4949
fabian.poensgenSpamProtectionuni-koeln.de

Forschungsthema

Evaluation und Förderung experimenteller Kompetenzen in der laborpraktischen Lehrer*innenbildung

Das experimentelle Arbeiten ist eines der herausragenden Merkmale eines Chemiestudiums. So verbringen etwa Studierende mit dem Studienprofil Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen im Bachelor laut Modulhandbuch rund 43 % ihrer Kontaktzeit im Labor, wozu noch vor- und nachbereitende Übungen, Tutorien und das zeitaufwendige Anfertigen von Protokollen kommen. Ziel der Laborpraktika ist der Erwerb experimenteller Kompetenzen, die für Chemielehrkräfte essentiell sind, da sie sich direkt auf den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler auswirken. Studien deuten jedoch darauf hin, dass in der Lehrer*innenbildung Verbesserungspotentiale bestehen.

Ziel des Promotionsprojektes ist es deshalb, den Erwerb experimenteller Kompetenzen systematisch zu untersuchen und daraus Maßnahmen zur Förderung zu entwickeln. In Anlehnung an die Formulierung Weinerts wurden experimentelle Kompetenzen definiert, als die bei zukünftigen Lehrenden verfügbaren oder durch sie erlernbaren prozessbezogenen und konzeptbezogenen kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um die experimentelle Methode in variablen Situationen sicher, verantwortungsvoll und reflektiert anwenden zu können, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten.

Auf dieser Grundlage wurde literaturbasiert ein Kompetenzentwicklungsmodell erarbeitet, mit dessen Hilfe das Kompetenzniveau von Studierenden erhoben werden kann. In ersten Pilotierungen wurden dazu praktische Prüfungen der experimentellen Kompetenz mit Studierenden zu verschiedenen Zeitpunkten ihres Studiums durchgeführt und videographiert. Die systematische Auswertung soll nun Hinweise auf Defizite liefern, aus denen geeignete Fördermaßnahmen abgeleitet, erprobt und reflektiert werden können.