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Tom Konrad Anton, Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Universität zu Köln
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut für Chemiedidaktik
Herbert-Lewin-Straße 2
D-50931 Köln

Raum 0.09
Telefon: +49 221 470-2353
Fax: +49 221 470-4949
tom.antonSpamProtectionuni-koeln.de

Forschungsthema

Vermittlung einer reflexiven naturwissenschaftlichen Grundbildung - Befähigung von Chemielehramtsstudierenden zur Teilhabe an Diskursen um gesellschaftliche Herausforderungen

Die in der Öffentlichkeit viel diskutierte Problematik des Klimawandels ist Dreh- und Angelpunkt vieler fachwissenschaftlicher Forschungsprojekte. Auch die erhöhte Umweltbelastung durch Plastik, insbesondere Mikroplastik, steht im gesellschaftlichen Diskurs. Um diesen Diskursen begegnen zu können, braucht es eine entsprechende Teilhabe. Daher bietet sich für die Naturwissenschaftsdidaktiken eine Möglichkeit, ausgewählte gesellschaftlich relevante Diskurse für die Vermittlung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung fruchtbar zu machen. Gerade eine naturwissenschaftliche Grundbildung hat das Potential, die Mitglieder der Gesellschaft zu einer begründeten Positionierung im Hinblick auf gesellschaftliche Herausforderungen zu befähigen.

In diesem Promotionsvorhaben werden zur Nutzung ihres Multiplikatorpotentials die angehenden Chemielehrer*innen in den Blick genommen, die im Hinblick auf eine Teilhabe und einen reflektierten Umgang mit ihren fundierten fachlichen und fachdidaktischen Kompetenzen zur Vermittlung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung angeleitet und gefördert werden. Um dies leisten zu können, müssen die angehenden Chemielehrer*innen diese gesellschaftlich relevanten Diskurse vor einem fachlichen Hintergrund fachdidaktisch aufbereiten, begründen und reflektieren können. Denn Lehrende, die entsprechend ausgebildet sind, können wiederum die Lernenden in einem kompetenzorientierten Chemieunterricht anleiten, gesellschaftliche Herausforderungen von einer fachlichen Sicht aus kritisch zu beleuchten, und sie befähigen, nach entsprechenden Handlungsalternativen zu suchen.

Eine gänzliche Thematisierung aller gesellschaftlichen Herausforderungen ist zu umfangreich und nicht unbedingt zielführend, um die Chemielehramtsstudierenden exemplarisch auf den Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen im Lichte einer naturwissenschaftlichen Grundbildung anzuleiten. Eine mögliche Fokussierung ist es, Diskurse um Grenzwerte und deren Implikationen in den Blick zu nehmen. Denn Grenzwerte sind ein wichtiges Instrument der Gesundheits- und Umweltpolitik, denen erhebliche Potentiale für die Vermittlung von naturwissenschaftlicher Grundbildung zugeordnet werden.

Neben dem Klimawandel und der Belastung der Luft mit Schadstoffen sollen weitere gesellschaftliche Herausforderungen identifiziert, legitimiert und aufbereitet werden, um die zukünftigen Chemielehrenden mit Hilfe der Dimensionen Wissensaneignung und Handlungsorientierung auf die Vermittlung einer entsprechenden naturwissenschaftlichen Grundbildung vorzubereiten.